Erstes Treffen
Im Jahr 2004 beschloss ich, ein Fahrrad zu kaufen, nachdem ich in ein neues Zuhause gezogen war. Ohne spezifische Pläne, welches Fahrrad ich bekommen wollte, ging ich in ein Fahrradgeschäft in Akasaka, wo mein Freund arbeitete. Der Bereich für Klappräder fiel mir ins Auge.
Es war das erste Mal, dass ich mir faltbare Fahrräder genauer angesehen habe. Die Marke „D“ aus Taiwan, „R“ aus Deutschland und „B“ aus England – die verschiedenen Marken schienen alle unterschiedliche Faltmechanismen zu haben.
Ich habe ein paar Testfahrten gemacht und erkannt, dass mein Missverständnis, dass faltbare Fahrräder mit kleinen Rädern langsam seien, falsch war. Sie waren viel schneller, als ich erwartet hatte. Ich stellte fest, dass sie gut genug für den Pendelverkehr waren; dass ich eines ins Büro bringen konnte; oder sie mit dem Auto oder sogar im Zug transportieren konnte. Ein faltbares Fahrrad war wie ein verwandelnder Roboter. Es dauerte weniger als eine Minute, um zu entscheiden, dass ich eines kaufen würde.
Ich habe mich letztendlich für die Marke D entschieden, da die Fahrposition mir am besten passte. Sie hatte 20-Zoll-Räder, 9 Gänge und konnte seitlich in der Mitte gefaltet werden. Sie kostete ungefähr 100.000 JPY, was nicht billig war, aber ich wollte so schnell wie möglich ein Fahrrad haben.
Glücklicherweise war der Mechaniker verfügbar, sodass das Fahrrad noch am selben Tag für mich eingerichtet werden konnte, um nach Hause zu fahren. Ein paar Stunden später radelte ich in der Dämmerung durch die Straßen von Tokio.
Von Akasaka Mitsuke, über Kinokuni-zaka und durch Yotsuya, als ich im höchsten Gang auf der überfüllten Sotobori-dori Straße radelte, verschwanden die im Stau stehenden Autos um mich herum hinter mir. Es war ziemlich aufregend und erfrischend. Rückblickend hat sich an diesem Tag mein Leben verändert.